Die Filmvorführung erfordert eine Vielzahl technischer Geräte. Dem gewöhnlichen Kinogänger bleibt diese Technik im Allgemeinen verschlossen. Dies ist auch gut so, denn schließlich soll der Genuss des filmischen Produkts im Vordergrund stehen. Es gibt jedoch immer ein paar Zuschauer, die während der Pause – manchmal ungewollt – einen Blick in den beim ONIKON meist offenen Vorführraum werfen. Hier sehen sie große Maschinen, die ungewohnte und laute Geräusche und eine Menge Wärme produzieren.
Hier angekommen befinden Sie sich also im Zentrum der Technik, welches in diesem Beitrag ein wenig erläutert werden soll. Wie schon erwähnt, ist für eine professionelle Filmvorführung eine Menge Technik notwendig. Dies wird deutlich, wenn man sich einmal vergegenwärtigt, was bei Filmbeginn alles passiert:
- Der Gong bittet das Publikum höflich, die Plätze einzunehmen.
- Das Saallicht wird langsam abgedimmt.
- Die Spots auf die Bildwand verlöschen, wobei sich wie von Geisterhand der Vorhang öffnet.
- Im Vorführrum startet der Projektor.
- Im richtigen Moment wird die Blende geöffnet und die Tonlampe eingeschaltet.
Für den Vorführer ist dieser komplexe Ablauf jedesmal erneut eine Herausforderung. Kleinste Fehler oder zeitliche Abweichungen der einzelnen Schritte können hier eine große negative Wirkung entfalten. Wenn zum Beispiel zu Beginn die Blende zu früh geöffnet wird, sieht der Zuschauer das Startband, das aus einer Abfolge von Zahlen und Zeichen, sowie aus dunklen und hellen Bildern besteht.
Bei kommerziellen Kinos ist der Grad der Automatisierung inzwischen so weit fortgeschritten, dass ein bloßer Knopfdruck der Kassiererin genügt, um die Filmvorführung automatisch ablaufen zu lassen. Dadurch wird auch die permanente Überwachung während eines Films eingespart. Müsste aber der Bildstand oder die Schärfe nachreguliert werden, ist meistens niemand da, der den Mangel bemerkt. Bei der Filminitiative im ONIKON dagegen ist während der gesamten Vorführung ein technisch versierter Vorführer zur Qualitätssicherung anwesend.
Die Technik unseres Kinos teilt sich also in mehrere Bereiche auf:
die Projektoren
die Tontechnik
der Beamer (Beschreibung in Arbeit)
die Vorhangzugmaschine
der UFA-Gong
die Projektordrehzahlregelung
der Umroller
die Foyer-Beschallung
der “Sternenhimmel”
