Über das Onikon

 


 

Seit über 35 Jahren ist das Onikon in Herdecke ein Programmkino von Bürgern für Bürger. Es ist kein kommerzielles und gewinnorientiertes Kino und auch keine kommunale Einrichtung mit städtischen Mitarbeitern, vielmehr wird es betrieben von der Filminitiative Herdecke e.V., einem ehrenamtlich tätigen Verein, der Ihnen anspruchsvolle und unterhaltsame Filme in einem Kinosaal mit 88 Plätzen präsentiert. Wir sind jederzeit daran interessiert, neue Mitglieder zu finden, die unseren Filmclub unterstützen, heißen Sie aber auch als Gast allein, zu zweit oder im Kreise Ihrer Freundinnen und Freunde immer wieder herzlich willkommen.

Ihre Vorteile als Mitglied:

Für einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von € 30,00* haben Sie verbilligten Eintritt zu allen Filmen.
Mit einer Jahreskarte von nur € 25,00* sehen Sie alle Filme kostenfrei.

    • Sie können Ihre Wunschfilme alle 2 Monate in eine demokratische Abstimmung einbringen.
    • Sie können Einfluss nehmen auf die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung des Onikon.
    • Sie tragen zur Erhaltung eines wichtigen kulturellen Angebotes in unserer Stadt bei.
    • Sie können Akkreditierungen zu Filmfestivals erhalten.
    • Sie können an interessanten Vereinsausflügen teilnehmen.
    • Ehrenamt liegt im Trend. Sie können sich gerne einbringen
          - beim Verkauf von Eintrittskarten
          - bei der Bewirtung an der Theke
          - in der Technik bei der Filmvorführung
          - bei der Betreuung während der Kindervorstellungen
          - beim Verteilen der Programme in der Stadt
          - bei der Dekoration der Onikon-Schaukästen.
    • Sie dürfen Ihre Passion in die Familie tragen. Unsere Kinderfilme werden von Jugendlichen betreut. Das Jugendteam freut sich auch über Zuwachs.
Ihre Vorteile als Gast:
    • Interessante, empfehlenswerte Filme, ausgesucht durch die Mitglieder der Filminitiative, abseits von Popkorn-Kino und Mainstream.
    • Ein Kinoerlebnis ohne Werbung und störende Geräuschkulisse.
    • Filmvorschläge von unseren Gästen.
    • Diskussionen mit eingeladenen Filmschaffenden und in der Medienpädagogik Tätigen
    • Internationale Filme im Original mit deutschen Untertiteln
    • Sonntagsmatineen mit Sekt, Kaffee und Croissants
    • Nachmittagskino zum ermäßigten Preis (Eintritt € 3,50*)
    • Wertvolle Kinderfilme (Eintritt € 3,00* für alle Gäste)
    • Schülervorstellungen vormittags auf Wunsch
    • Kooperation mit Vereinen, Kirchen und Parteien
    • Kartenvorbestellung unter: reservierung@onikon.de
    • Preisvorteile beim Kauf einer 5er-/10er- Karte
    • Kinogutscheine als Geschenk
    • 2-Monats-Programm unter: www.onikon.de
    • Barrierefreier Zugang zum Kino
    • Kurze, gesellige Kommunikationspause in der Mitte des Films
    • Kostenloses und zeitunbegrenztes Parken nur 60 Meter vom Onikon entfernt, auf dem obersten Aldi-Parkdeck

* Stand 01.09.2013

Interview im “trailer”

Neue Kinotechnik

Dank der finanziellen Mithilfe mehrerer Geldgeber ist die Vorführtechnik im Onikon inzwischen so modernisiert worden, dass nach der Sommerpause 2015 keine Einschränkungen mehr bei der Auswahl von Filmen bestehen, die wir im Kino an der Goethestraße zeigen wollen. Durch die Anschaffung einer DCI-konformen Projektionsanlage  können wir nun bei allen Verleihern in Deutschland sehenswerte Filmproduktionen mieten.

Dank an die Förderer

logos_sponsoren_4Wir bedanken uns auch an dieser Stelle bei der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung, der Stadtsparkasse Herdecke, der Herdecker Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft und der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH DEW21 für die Unterstützung bei der technischen Aufrüstung im Onikon.

Digitalisierung im Kino

Was bedeutet Digitalisierung im Kino? Eine gleich bleibende Qualität in der Vorführung, auch noch nach Wochen, es gibt keine Laufstreifen mehr, keine Abnutzungserscheinungen, das Zeitalter der endlosen Reproduzierbarkeit ist auch im Kino angekommen. Technisch bedeutet Digitalisierung der Verzicht auf physisches Trägermaterial vom Dreh über die Postproduktion bis hin zum Abspiel im Kino und der Archivierung.

Filme auf Festplatten

Das Filmmaterial im 35-mm-Format war jahrzehntelang ein weltweiter Standard, der nun von der neuen Technik abgelöst wird. Auch für das digitale Kino gibt es Normen und Standards. Für die nächsten Jahre hat sich, unter dem Diktat der sieben führenden Hollywood-Studios, auch in Europa eine Norm durchgesetzt. Das wäre nicht unbedingt notwendig gewesen, denn die technische Entwicklung steht auch für Technikneutralität, aber die Marktinteressen der US-Konzerne (Walt Disney/Buena Vista Group, 20th Century Fox, Metro-Goldwyn-Mayer, Paramount Pictures, Sony Pictures Entertainment, Universal Studios und Warner Bros. Pictures) waren zu stark, und die europäische Film-Industrie hat sich ohne Not gefügt. Diese US-Norm arbeitet mit der so genannten DCI-Spezifikation (Digital Cinema Initiative), die die Qualität der verwendeten Projektoren, Datenraten und Auflösungen, Vorschriften für Untertitelung, Tonformate, Farbräume und vor allem Kopierschutzverfahren und Auslieferungsmethoden vorschreibt. Die Angst der Filmindustrie vor Raubkopien in perfekt reproduzierbarer Qualität hat den DCI-Standard maßgeblich beeinflusst und die Technik erheblich teurer gemacht, als dies ohne Kopierschutz notwendig gewesen wäre.

Ausgeliefert werden die Filme auf Festplatten, die ein DCP (digital cinema package) in Form von JPEG2000-Dateien enthalten. Das ist ein Bildformat mit Datenkompression. Im Gegensatz zu anderen Kompressionsverfahren, die man aus dem Alltag kennt, z.B. mp3, ist JPEG2000 eine weitgehend verlustfreie Kompression, d.h. es gehen keine der ursprünglichen Bildinformationen verloren.
Die Dateien haben eine Größe von ca. 50-300 GB und werden von den Festplatten auf den Kinoserver geladen. Viele Verleiher liefern einen separaten digitalen KDM-Schlüssel (key delivery message), ohne den der Film nicht abgespielt werden kann.

Digitale Projektion im Onikon

projektorIm Frühjahr 2013 hat die Filminitiative Herdecke die Vorführungen digitalisiert. Aus Kostengründen haben wir zunächst einen Kinoserver, der den DCI-Standard nicht erfüllt, und einen dazu passenden Projektor angeschafft.

Seit Juli 2015 steht nun eine DCI-konforme Projektionsanlage im Onikon. In den vergangenen Jahren haben sich deren Preise nach unten bewegt, auch durch die Entwicklung von Geräten für kleine Kinos. Dadurch ist die Filminitiative in der Lage gewesen, mit den in den vergangenen Jahren angesparten Geldern, die wir durch unsere ehrenamtliche Arbeit im Kinobetrieb und beim Thekenverkauf erwirtschaftet haben, in die neue Technik zu investieren. Unterstützung ist dazu auch von namhaften Herdecker Sponsoren gekommen (siehe oben).

Durch die neue Projektionsanlage kann das Onikon nun bei allen Verleihern anspruchsvolle Filme buchen und ist nicht mehr gezwungen, gegebenenfalls auf die Veröffentlichung von Blu-Ray-Discs warten zu müssen.

Leider hat unser 35-mm-Projektor Ernemann IX, der über 30 Jahre lang seinen Dienst verrichtete, der neuen Projektionsanlage Platz machen müssen. Wir freuen uns, dass das alte Gerät bei einem Kino-Enthusiasten in Gelsenkirchen weiterhin zum Einsatz kommt und nicht verschrottet werden musste.

Neue Aufgaben für Filmvorführer/innen

Die Zeit der 35-mm-Filme ist in den Kinos unwiderruflich zu Ende gegangen. Die Anlieferung und der Rücktransport der über 20 kg schweren Filmkartons gehört ebenso der Vergangenheit an wie das Zusammenkleben der einzelnen Akte zu einem kompletten Film und das ratternde Vorführen mit dem analogen Projektor, dem 1988 der italienische Regisseur Giuseppe Tornatore mit seinem Film „Cinema Paradiso“ ein Denkmal gesetzt hat.

Es ist nun die Aufgabe unserer Vorführerinnen und Vorführer, so genannte „Shows“ mit Trailern und Hauptfilm auf dem Kinoserver zusammenzustellen und durch Knopfdruck die Vorstellung zu starten.

Übrigens: Unsere Vorführer sind gern bereit, vor und nach den Vorstellungen die neue Technik zu erläutern und Fragen zu beantworten.

Stand: August 2015


Mitgliedschaften

Die Filminitiative Herdecke e.V. ist Mitglied in drei Bundesverbänden:

Der BV kommunale Filmarbeit e.V. ist ein Netzwerk der Filmkultur mit 140 Kommunalen Kinos, das die Genres Spielfilm, Kurzfilm und Dokumentarfilm gleichermaßen pflegt.

Die AG Kino – Gilde e.V. ist ein kommunikatives Netzwerk, in dem sich rund 300 engagierte und unabhängige Programmkinos aus ganz Deutschland begegnen.

Der Bundesverband Jugend und Film e.V. unterstützt auf vielfältige Weise die Filmarbeit für und mit jungen Leuten und Kindern und bietet einen umfangreichen Service zur Organisation kultureller Filmveranstaltungen.

Demnächst:

Vorstellungen