Verleugnung

Verleugnung_01Die amerikanische Universitätsprofessorin Deborah E. Lipstadt (Rachel Weisz) wird unerwartet zur Verteidigerin der historischen Wahrheit, als der britische Autor David Irving (Timothy Spall) sie wegen Verleumdung verklagt. In ihrem jüngsten Buch hatte Lipstadt ihm die Leugnung des Holocaust vorgeworfen. Durch das britische Justizsystem in die Defensive gedrängt, steht sie nun gemeinsam mit ihren Verteidigern, angeführt von Richard Rampton (Tom Wilkinson), vor dem absurden Problem, nicht nur sich selbst zu verteidigen, sondern auch beweisen zu müssen, dass der Holocaust tatsächlich stattgefunden hat. Statt sich jedoch eingeschüchtert zu geben, weckt diese scheinbar unlösbare Aufgabe ihren Kampfgeist. Lipstadt lehnt jeden Vergleich ab und stellt sich vor Gericht ihrem unerbittlichen Gegner…

Anno 1996 strengte der britische Holocaustleugner David Irving einen im Jahr 2000 geführten Prozess gegen die US-Historikerin Deborah Lipstadt an. Vor dem Königlichen Zivilgericht in London standen Lipstadt und ihr Team aus renommierten Anwälten vor der absurden Aufgabe, Beweise für den Genozid an den Juden zu erbringen – das britische Rechtssystem kennt nämlich anders als das amerikanische keine Unschuldsvermutung des Angeklagten. Verleugnung_28Den Prozessverlauf und die pragmatische Taktik der Verteidigung beleuchten Regisseur Mick Jackson und Autor David Hare in ihrem faktentreuen Justizdrama, das auf Lipstadts Buch „Betrifft: Leugnen des Holocaust“ basiert. Im Zentrum stehen klar gezeichnete Konflikte und eine interessante Frage: Was ist und wer bestimmt die historische Wahrheit?

Fotos: © SquareOne/Universum

Vorstellungen im Onikon:

Dienstag, den 22.08.2017 um 20:00 Uhr

Mittwoch, den 23.08.2017 um 20:00 Uhr

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