Cleo

Die verträumte Cleo fühlt sich ihrer Heimatstadt Berlin auf ganz besondere Weise verbunden. Ihr größter Wunsch ist es, die Zeit zurückzudrehen – mit Hilfe einer magischen Uhr, die von den legendären Gebrüdern Sass erbeutet wurde und seither verschollen ist. Die junge Frau hofft, mit ihr den frühen Tod ihrer Eltern verhindern zu können. Eines Tages begegnet sie dem Abenteurer Paul, der auf einem Hausboot lebt und eine Schatzkarte ersteigert hat. Gemeinsam begeben sie sich auf einen aufregenden Trip durch die pulsierende Großstadt, bei der Cleo nicht nur auf verrückte Typen und urbane Legenden trifft, sondern auch Paul langsam näher kommt. Angekommen im Untergrund Berlins muss sich Cleo die wichtigste aller Fragen stellen: Soll sie die Zeit überhaupt zurückdrehen?

Allein, dass man bei einem deutschen Film an besonders visuell beeindruckende Regisseure wie Jean-Pierre Jeunet oder Michel Gondry denken muss, deutet an, dass Erik Schmitts Langfilmdebüt CLEO etwas besonders ist. Verspielt und voller Originalität erzählt er eine Liebesgeschichte in Berlin, die die Gegenwart der Metropole mit ihrer mystischen Vergangenheit vermischt.

Auszug aus einem Interview mit Erik Schmitt:

Das Besondere an Berlin sei die Magie, die Stadt habe eine Seele, heißt es im Film. Worin besteht diese Magie – und wie fangen Sie die in CLEO ein?

Seitdem ich hier wohne, habe ich immer dieses Gefühl, dass es eine bestimmte Verbindung gibt und die Stadt ganz eigen ist. Berlin hat eine ganz eigene und besondere Geschichte erlebt und es ging mir darum, einen Film zu machen, den nur diese Stadt erzählen kann. Berlin hat es in den letzten 20 Jahren geschafft, trotz traumatisierenden Erfahrungen in der Vergangenheit – von den Bomben über der Stadt bis hin zum Mauerbau, der unzählige Familien getrennt hat, – zum Symbol von Freiheit, Leichtigkeit und Kreativität zu werden. Und so kam die Frage: Wie kann man das auf einen Film übertragen? Auf der einen Seite geht es in CLEO um tragische und traumatische Erleb-nisse, um eine gewisse Melancholie – und trotzdem ist es teilweise sehr heiter und leicht erzählt. Der Mix ist vielleicht ungewöhnlich, aber er passt zu dieser Stadt am besten.“

Vorstellungen im Onikon:

Dienstag, den 19.11.2019 um 20:00 Uhr

Mittwoch, den 20.11.2019 um 20:00 Uhr

Fotos: © 2019 Detailfilm

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