Die Kunst der Stille

Marcel Marceau ist der wohl berühmteste Pantomime der Welt. Dem Publikum ist er als „Bip“ vertraut, der tragikomische Clown im Ringelhemd mit dem weiß geschminkten Gesicht, dem zerbeulten Seidenhut und der roten Blume. Er begeisterte die Menschen rund um den Globus. Doch der tragische Hintergrund seines Schaffens blieb lange verborgen. Sein jüdischer Vater wurde in Auschwitz umgebracht. Marceau schloss sich der französischen Résistance an und schmuggelte mit seinem Cousin Georges Loinger jüdische Kinder heimlich über die Grenze in die Schweiz. Er brachte den Kindern mit Gesten und Mimen bei, in Gefahrensituationen nicht zu sprechen. Er nutzte die Stille zum Überleben. Nach dem Krieg schuf er daraus eine einzigartige Kunstform. Als Pantomime gelangte Marcel Marceau zu Weltruhm, bis kurz vor seinem Tod tourte er mehr als 40 Jahre rund um die Welt.

In DIE KUNST DER STILLE vereint der Schweizer Filmemacher Maurizius Staerkle Drux exklusive Archivmaterialien aus dem facettenreichen Leben von Marceau mit einem persönlichen, zeitgenössischen Blick auf die Kunst der Stille.

Vorstellung im Onikon:

Sonntag, den 22.05.2022 um 11:15 Uhr

Foto: © W-film

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