Genesis 2.0

Auf den abgelegenen Neusibirischen Inseln im arktischen Ozean suchen Jäger nach Stoßzähnen von ausgestorbenen Mammuts. Eines Tages finden sie ein überraschend gut erhaltenes Mammutkadaver. Die Auferstehung des Wollhaarmammuts ist eine erste Manifestation einer nächsten großen technologischen Revolution – Genetik. Sie könnte unsere Welt auf den Kopf stellen.

Der Film beobachtet den harschen und gefährlichen Alltag von sogenannten Mammutjägern auf einer extrem abgelegenen Inselgruppe im hohen Norden Sibiriens. Die archaische Landschaft, in der diese Menschen nach Stoßzähnen längst ausgestorbener Mammuts suchen, erinnert an die Urzeit der Erde. Es herrscht eine Art Goldrauschstimmung, denn die Preise für das weiße Gold sind so hoch wie noch nie. Doch der auftauende Permafrost gibt nicht nur wertvolles Elfenbein frei. Manchmal finden die Jäger auch ein fast vollständig erhaltenes Mammutkadaver mit Fell und Muskelgewebe.

Solche Funde rufen hochtechnisierte amerikanische und südkoreanische Klonforscher auf den Plan auf der Suche nach Mammutzellen mit möglichst intakter DNA. Ihre Mission könnte Teil eines Science-Fiction Plots sein. Sie wollen das ausgestorbene Wollhaarmammut nach Jurassic-Park-Manier wieder zum Leben erwecken und auferstehen lassen. Und das ist nur der Anfang. Weltweit sind Biologen daran, das Leben neu zu erfinden. Sie wollen die Sprache der Natur lernen und Leben erschaffen nach dem Lego-Prinzip. Das Ziel der synthetischen Biologie ist es, komplette künstliche biologische Systeme zu erzeugen. Der Mensch wird zum Schöpfer.

Die Auferstehung des Mammuts ist eine erste Manifestation dieser nächsten großen technologischen Revolution. Eine Übung. Ein millionenschweres Spiel. Die neue Technologie könnte die Welt, wie wir sie kennen, komplett auf den Kopf stellen… und all dies nimmt seinen Anfang im unaufhaltsam auftauenden Permafrost am äussersten Rand von Sibirien.

Vorstellung im Onikon:

Sonntag, den 23.06.2019 um 18:00 Uhr

Fotos: © Midwestern Films

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