Yalda

Die junge Maryam ist zum Tode verurteilt, sie wird beschuldigt, ihren Ehemann ermordet zu haben. Im Laufe einer populären Live-TV-Show erhält sie die Gelegenheit, der einzigen Tochter des Opfers gegenüberzutreten und diese um Vergebung zu bitten. Im individuellen Schicksal der jungen Frau spiegeln sich die tief verwurzelten patriarchalischen Strukturen der iranischen Gesellschaft auf erschreckende Weise wider.


Das packende Drama feierte Weltpremiere auf dem Sundance Film Festival, wo Regisseur Massoud Bakhshi in der Kategorie „World Cinema Dramatic“ mit dem Hauptpreis für internationale Spielfilme ausgezeichnet wurde. Die Deutschlandpremiere fand im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2020 in der Sektion „Generation 14plus“ statt. – In Anspielung auf eine beliebte iranische Fernsehshow, inszeniert Massoud Bakhshi das TV-Studio als Bühne für ein dramatisches Kammerspiel, das hinter dem persönlichen Schicksal seiner Hauptfiguren auch die gesellschaftliche Dimension der Geschichte offenlegt. – Massoud Bakhshi, der als Dokumentarfilmer begann, stellt sich mit YALDA bewusst in die Tradition iranischer Regisseure wie Asghar Farhadi, Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof. Da es im Iran unmöglich war, den Film zu finanzieren, konnte die Produktion schließlich nur über ausländische Partner und die in Berlin ansässige NiKo Film gestemmt werden.


Vorstellung im Onikon:

Mittwoch, den 22.09.2021 um 20:00 Uhr

Fotos: © 2020 Little Dream Pictures

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